Wäschefalten, Lernen & die Zukunft der Arbeit

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Allgemein

Planet Money von NPR gehört zu den Perlen der aktuellen Podcast-Renaissance. Die Folgen sind meist nicht länger als 15 bis 20 Minuten, unterhaltsam und erhellend. Es geht in einem weiten Sinn um Wirtschaft, aber keineswegs nur aus finanz-ökonomischer Perspektive.

Schon vor über einem Jahr hat sich eine hörenswerte Serie von Sendungen mit der Zukunft der Arbeit befasst. Den Auftakt bildete eine Sendung, in der in drei verschiedenen Szenarien Menschen gegen Roboter antreten mussten – unter anderem im Falten von Handtüchern aus einem Wäschekorb. Ein Team um Pieter Abbeel von der University of California, Berkeley hat Jahre gebraucht, um einem Roboter das Handtuch-Falten beizubringen. Dann konnte er es. Und brauchte 20 Minuten – pro Handtuch. (Heute braucht er immer noch rund 1,5 Minuten.)

Im Interview mit Planet Money stellt Abbeel eine bemerkenswerte Diagnose:
Für Roboter seien genau die Tätigkeit schwer zu lernen, die Kinder unter rund 10 Jahren geradezu spielerisch lernen: Wäsche falten, Bauklötze aus einer Kiste stapeln? Im wahrsten Sinn des Wortes Baby-leicht! Für Roboter eine große Herausforderung, in der sie heute noch gegenüber Menschen zurückliegen. Komplizierte Gleichungen lösen, Wahrscheinlichkeiten abschätzen, Schach oder Go spielen? Lernt der Mensch erst später – und wird selbst als Großmeister von Computern geschlagen.

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